2026 Elasé Gemälde

Die Legende  von Elasé

Es heißt, Elasé war nicht immer aus Leinwand und Öl. In den Erzählungen der Alten war sie eine Gestalt, die aus dem warmen Wüstensand und dem ersten Licht der Dämmerung entstand. Sie verkörperte die Verbindung zwischen der unnachgiebigen Erde und der lebendigen Seele.

Über die Jahrhunderte zerfiel ihre Gestalt, bis nur noch dieser Torso übrig blieb – ein Fragment ihrer einstigen Pracht. Wer das Gemälde betrachtet, sieht nicht nur einen Körper, sondern spürt den Wind der Wüste, der die Haut geformt hat. Der Sand unter der Farbe ist die Erinnerung an ihren Ursprung: fest, geerdet und zeitlos.

Elasé ist nicht vollständig, weil sie keine Vollendung braucht. Sie ist die Essenz von Stolz und Zerbrechlichkeit zugleich. Sie zeigt uns, dass Schönheit gerade dort entsteht, wo die Zeit ihre Spuren hinterlassen hat und wo die raue Struktur des Lebens auf die Sanftheit des Seins trifft.

Entstehung

Dieses Werk ist eine Symbiose aus menschlicher Form und roher Materie. Durch die Einarbeitung von Sand in die Strukturpaste entsteht ein Untergrund, der an die Beständigkeit von Stein und die Vergänglichkeit von Erde erinnert. Der Torso – losgelöst von Gesicht und Gliedmaßen – konzentriert sich ganz auf die pure Präsenz des Seins. Die raue Textur bricht das Licht auf der Haut und verleiht der Figur eine haptische Tiefe, die über das Visuelle hinausgeht. Es ist eine Hommage an die Unvollkommenheit und die Schönheit des Fragmentarischen. Gemalt auf 50 x 70 Leinwand und Ölfarben

Elasé

 

 

 

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